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Béatrice Gysin
“Werke 1990 – 2008”
Die Monographie zum Schaffen von Béatrice Gysin setzt bei den neuesten Werken ein, um ihre Entwicklung daraufhin zurück zu verfolgen. Die Dokumentation der einzelnen Werkphasen ist kombiniert mit Texten verschiedenster Art: Beiträgen einer Kunstikritikerin und eines Kurators, poetischen Reflexionen eines jungen Autors, essayistischen Betrachtungen einer Philosophin und Randnotizen eines Atelierbesuchers an einem Glatteistag. Die Verschiedenartigkeit der Texte entspricht der Offenheit von Béatrice Gysins Arbeiten: Der Gestus ihrer Arbeiten ist eher erkundend, denn behauptend, die Materialitä der Werke reicht von bestimmten Militäruniformen bis zu ausgeschnittenen Plastikfolien oder modellierten Steinen. Im Vordergrund steht jedoch die Zeichnung bis hin zur Thematisierung des blossen Strichs. In jedem Fall: eine hintersinnige Künstlerin.
Zur Künstlerin:
Béatrice Gysin, geboren in Zürich, Ausbildung in Grafikdesign und Farbgestaltung für Architektur. Mehrjähriger Aufenthalt in Paris. Künstlerische Arbeit seit 1979, Dozentin an der Hochschule der Künste Bern. Seit 1994 zahlreiche Einzel– und Gruppenausstellungen in Bern, Basel und anderen Orten, Werkbeiträge der Stadt und des Kantons Bern, der Stadt Biel u.a., Atelierstipendium der Visarte CH in Paris,
2005 Frauen-Kunstpreis; in der Begründung schrieb die Jury:
“Ihre Arbeiten berühren durch leise, präzise Töne. Auf nahezu subversive Weise erzeugen sie bei der Betrachterin, beim Betrachter eine ungewohnte Langsamkeit des Schauens und beginnen im Prozess des Betrachtens die Sinne anzusprechen. Die Kraft der filigranen Werke von Béatrice Gysin liegt in diesem feinstofflichen Bereich, und für denjenigen, die sich mit Zeit und Ruhe darauf einlässt entpuppen sich als kleine Offenbarung.”
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