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Bruno Heller
“Transparentmontagen”

Heller geht es nicht um dekorative Wirkungen, sondern um Zeitgenossenschaft. Wohl wissend, daß die Technisierung der Welt, die atomare Bedrohung oder die Zerstörung der Umwelt nicht in direkten Abbildern fassbar sind, ist er auf der Suche nach einer Formensprache, die sich zumindest keinen Mangel an Einbildungskraft nachsagen lassen muss. Gleichgültig, ob man sich dem katastrophischen Bewusstsein stellen mag oder nicht – Hellers Arbeiten sind faszinierende Dokumente eines kompromisslosen Ausdruckswillens jenseits aller modischen Schemata.

Zum Künstler: Bruno Heller, geboren am 6. Mai 1925 in Zürich, besuchte nach Ende des 2. Weltkriegs die Kunstakademie in Florenz, gefolgt von Studienjahren in Paris. Von 1953 bis 1960 arbeitete er in einem Atelier der Maler- und Bildhauer-Genossenschaft an der Zürcher Wuhrstrasse 10, u.a. befreundet mit Max Hunziker, Otto Müller, Silvio Mattioli und Carlotta Stocker. Seit 1960 in Wädenswil am Zürichsee lebend, traten Malerei und Kupferstich zugunsten der Collage in den Hintergrund. Mit dem Aufkommen des Xeroxkopierers in den 1970er Jahren entwickelte Bruno Heller eine eigene Technik der Transparentmontage, die ihm erlaubte, in mehrstufigen Verfahren luzide neue Strukturen und Räume zu kreieren. Den Ritualen des Kunstbetriebs gänzlich abhold und völlig einem rastlosen Produzieren ergeben, schuf Heller ein umfangreiches Werk, das jedoch nur wenigen Eingeweihten und Freunden bekannt ist. Der vorliegende Band ist die erste Publikation zu diesem aussergewöhlichen Künstler.

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