Daheim im Kaffeehaus Der Menschenfreund und Autor Hermann Kesten ins Licht gerückt

Führung mit Chris Bünter und Vortrag von Albert M. Debrunner
Heute sind es vor allem Literaturwissen-schaftler und Exilforscher, denen der Name Hermann Kesten (1900-1996) etwas bedeutet. Umso erfreulicher, dass der Basler Germanist Albert M. Debrunner sich des Autors angenommen hat, den er in jungen Jahren in der Basler Charmille kennenlernte. Im Nimbus Verlag hat er nach seiner äusserst fundiert und  spannend geschriebenen Biographie „Zu Hause im 20. Jahrhundert“ nun auch Kestens  Roman „Die fremden Göttern“ neu herausgebracht. Das erstmals 1949 im Exilverlag Querido in Amsterdam erschienene Werk wurde kaum zur Kenntnis genommen, was auf die Tragik des Autors Hermann Kesten hinweist, der, wie so viele seiner ins Exil gezwungenen Schriftstellerkol-legen, nicht an seine Erfolge der Vorkriegs-zeit anschliessen konnte.  Während seine Verdienste als Retter unzähliger Verfolgter unbestritten sind, steht eine Wiederent-deckung seines umfangreichen Werkes und die Würdigung des Moralisten und Chronisten Kesten noch aus.
Nach einer Führung mit Dokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegsjahre mit Chris Bünter wird Albert M. Debrunner in einem Vortrag sein reiches Wissen über das Leben, Wirken und Werk Hermann Kestens mit einem Schwerpunkt auf dessen freiwilliges Engagement für das Emergency Rescue Committee in New York vermitteln.
Eine Zusammenarbeit von Omanut mit der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich.

 

Die Veranstaltung findet statt in der Zentralbibliothek Zürich und dort im Lesesaal Handschriften (Altbau, 2. Stock). Um Anmeldung unter der Telefonnummer 044 915 28 63 oder der Telefonnummer  076 339 36 36 oder bzw. per E-Mail an omanut (at) omanut.ch wird gebeten. 

 

Datum und Ort
Dienstag, 3. Juli 2018 - 18:15

Zentralbibliothek Zürich, Lesesaal,
Zähringerplatz 6
8001 Zürich
Eintritt