Willkommen

Herzlich Willkommen bei NIMBUS. Kunst und Bücher

Nimbus. Kunst und Bücher ist ein Verlag für Kunst, zeitgenössische Fotografie und Literatur. Wir freuen uns, Ihnen unsere Bücher vorstellen zu dürfen. Hochwertige Fotografie-Bände, Literarisches und Kunstgeschichte prägen unser Verlagsprogramm. Hier finden Sie Informationen zu unseren Autoren, zu unseren Veranstaltungen, der Geschichte des Verlages und natürlich zum Abendstern - dem Schauplatz von Robert Walsers Roman «Der Gehülfe» und somit dem wahrscheinlich poetischsten Verlagssitz der ganzen Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen und sich mit dem NIMBUS-Newsletter über Neuerscheinungen, Lesungen und Ausstellungen informieren lassen.

 

Unsere Neuerscheinungen
C.F. Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois

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Einen besonderen Stellenwert im Werk von C. F. Ramuz nimmt das Libretto für die Oper «Histoire du Soldat» ein, die er mit dem Komponisten Igor Strawinsky schuf und mit den Bühnenbildern seines Malerfreundes René Auberjonois im September 1918 erstmals zur Aufführung brachte. Zehn Jahre nach dieser legendären Inszenierung veröffentlichte Ramuz seine «Souvenirs sur Igor Strawinsky» und nochmals 15 Jahre später eine Monographie über Auberjonois, den dritten Beteiligten. Anlässlich des 100-Jährigen Jubiläums der Uraufführung von «Historie du Soldat» in Lausanne legt NIMBUS Ramuz’ Erinnerungen an Strawinsky und Auberjonois erstmals zusammen in einem Band vor. Die beiden Texte spannen einen Bogen von den frühen Künstlerjahren mit Auberjonoins vor dem ersten Weltkrieg in Paris über die Entstehung der Komposition von Strawinsky 1918 bis zur  Freundschaft in den 1920er und 1930er Jahren in der Schweiz. Die Texte sind mehr als nur Erinnerungen an zwei Freunde, sondern ein «unbegrenzt haltbares» Dokument des Miteinander der verschiedenen Künste und Kulturen in den frühen Jahren jener Epoche, die man heute die «klassische Moderne» nennt. Ein unbekanntest Fundstück beschließt – wie bei den übrigen Bänden der Reihe – das Buch.
Charles Ferdinand Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois. 176 Seiten, Halbleinen, Fadenbindung, Lesebändchen. EUR 22 / CHF 24.50. ISBN 978-3-03850-054-4
 

Andreas Herzau: AM

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Andreas Herzaus neuer Fotoband hat einen doppelten Gegenstand: eine Frau an der Macht und das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit. Es ist gleichermaßen eine Monographie über eine individuelle Person wie über einen politischen Mechanismus, der die Akteure abzuschleifen und austauschbar zu machen droht. Andreas Herzau begleitet Angela Merkel seit 10 Jahren, zuletzt bei ihrem Wahlkampf 2017. Jede und jeder (er)kennt sie, die Kanzlerin, selbst wenn nur kleine Bildzitate oder Ausschnitte zu sehen sind: Ein Hinterkopf, ein Teil ihrer Silhouette, ein weißer Blazer umringt von schwarzen Sakkos. Herzau macht sich dieses Bilderwissen des Publikums zunutze und bringt dadurch Details und Momente auf überraschende Weise zum Sprechen. Sein Antrieb für die Arbeit war weniger politische Sympathie, als das Interesse, wie man einer Per son gerecht werden kann, die durch ein inflationäres Maß an Bildern täglich aufs neue unkenntlich wird. Er zeigt dabei auch das Theater und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, die Abschottung, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringt.
Andreas Herzau: AM. 108 Seiten, Blockbuch, Broschur. EUR 32.00 / CHF 38.00. ISBN 978-3-03850-053-7

 
eugen gomringer - poema. Gedichte und Essays

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Vor 65 Jahren erschien Eugen Gomringers
Gedicht «avenidas», eine der ersten Konstellationen, die eine wesentliche Grundform der Konkreten Poesie bilden. Unerwartet hat der Text jüngst für Zündstoff gesorgt und eine umstrittene Aktualität gewonnen – Anlass genug, das lyrische Werk des Begründers der Konkreten Poesie neu zu betrachten. Gomringer hat dazu seine wesentlichen Gedichte kommentiert und ihnen Essays bekannter Kollegen beigegeben. Die Rückschau auf eine zunächst belächelte literarische Bewegung, deren kreatives Potential jedoch weltweit Resonanz fand. Mit Beiträgen von Marina v. Assel, Heike Baeskow, Max Bill, Mark E. Cory,  Bernhard Echte, Zsuzsanna Gahse, Annette Gilbert, Nora Gomringer, Nortrud Gomringer, Franz Hohler, Ingrid Isermann, Walter Jens, Martin Krampen, Robert Kudielka, Michael Lentz, Sibylle Lewitscharoff, Kurt Marti, Peter von Matt, Franz Mon, Oskar Pastior, Ilma Rakusa, Hans-Peter Riese, Wulf Segebrecht.
NOMINIERT! poema wurde für die diesjährige HOTLIST nominiert. Unter 171 Einsendungen aus unabhängigen Verlagen wählte das Kuratorium der Hotlist 30 Bücher aus, die nun auf die Top Ten gewählt werden können. Dem Verlag winken schöne Preise - von Ruhm und Ehre ganz zu schweigen .... Ihre Stimme könnne Sie hier abgeben. Achtung - erst das Buch anklicken, dann unten nochmals durch einen Klick auf "vote" bestätigen - sonst wird die Stimme nicht gezählt. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Eugen Gomringer: poema. Gedichte und Essays. 212 Seiten, Pappband, Fadenheftung.  EUR 29.80 / CHF 34.00. ISBN 978-3-03850-047-6

Norbert Hummelt: Der Atlas der Erinnerung

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Norbert Hummelt erkundet Landschaften und Orte, literarische und historische Schauplätze. Seine Texte sind eine kostbare Schule der Beiläufigkeit. Das ist wörtlich zu verstehen: Er läuft an etwas vorbei – und findet es merkwürdig. Wichtig ist weniger das Was, als das Wann und Wo. Wenn Peter Handke einst auf der Suche nach der 'Stunde der wahren Empfindung' war, beschäftigt sich Hummelt mit dem Ort der nachwirkenden Erfahrung. Unterwegs zu sein ist für diesen Autor eine Lebens- und Erkenntnis­form, wobei es gleichgültig ist, ob er den Orten einstiger Familienausflüge in der Kindheit nachgeht oder durch die Allerweltsstraße flaniert, an der er heute in Berlin wohnt. 

All dies ist im übrigen keineswegs ein Idylle-Programm; hier ist einer geschichtsbewusst und durch­aus kritischen Auges unterwegs. Das Eigenartige aber: In Norbert Hummelts Texten spürt man, dass eigent­lich alles interessant und belebend ist – jeder Moment wirklicher Gegenwart und jede merkwürdige Beobachtung, sei sie auch noch so beiläufig.
Norbert Hummelt: Der Atlas der Erinnerung. 168 Seiten, Broschur, Fadenheftung. EUR 24.80 / CHF 28.80, ISBN 978-3 03850-048-3

Hermann Kesten: Die fremden Götter

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Wie man beim Titel schon vermuten kann, handelt es sich bei dem Roman um eine Geschichte über religiösen Fanatismus – angesiedelt allerdings im Jahr 1948 in Nizza.  Das Ehepaar Schott ist nach überlebter KZ-Haft zu orthodoxen Juden geworden. Ihre 17jährige Tochter Luise, während des Kriegs in einem Kloster versteckt, hängt dem katholischen Glauben an. Das Zureden der Eltern bewirkt nichts, auch der beigezogene Sohn des Rabbi ist machtlos, verliebt sich vielmehr in Luise. Doch diese hat ihr Herz schon vergeben: an einen atheistischen Fotografen, der sie seinerseits jedoch nur als Flirt sieht. Schnell geraten alle Personen in einen Circulus vitiosus der gegenseitigen Verkennung und verlieren sich im Labyrinth von Dogmen und abstrakten Grundsätzen. Wenn man die aufgesteckten Ettikettchen der reiligiösen Richtungen mit anderen Namen versieht, erscheint der Roman heute aktueller denn je. 

Kesten erzählt die rasanten Geschehnisse als tragikomische Farce, in der Toleranz und Freiheit einen schweren Stand haben. Der Roman erscheint in unserer literarischen Reihe «unbegrenzt haltbar» und wird herausgegeben von Albert M. Debrunner, dem Autor der vielbeachteten Biographie Hermann Kestens «Zuhause im 20. Jahrhundert» (Nimbus, 2017).
Hermann Kesten: Die fremden Götter. Roman. 248 Seiten. Halbleinen, Lesebändchen. EUR 28.00 / CHF 32.00. ISBN 978-3-03850-045-2

Hermann Graf Pückler-Muskau: Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling's

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Ein Herzog durchquert, verkleidet als Wandersmann, sein Herrschaftsgebiet und lernt dabei von ganz unten bis ganz oben alle Gesellschaftsschichten seines Herzogtums kennen. In Jean-Paulischer Manier wird hier ein höchst originelles Panorama der Zeit entworfen, des preußischen Deutschlands zwischen Aufklärung und Romantik, Freiheitsliebe und Zensur. 

Hermann Pückler gilt als erster deutscher Dandy. Er war ein visionärer Gartenplaner, leidenschaftlicher Reisender und guter Esser - das Eis à la Fürst Pückler lacht uns auch heute noch aus den Gefriertruhen der Supermärkte entgegen. Doch Pükcler ist auch Literat: 1834 erschienen die «Tutti frutti», ein fünfbändiges Werk, um das sich das Publikum riss - die erste Auflage war bereits vor Erscheinen ausverkauft. Die darin enthaltene Novelle «Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling's», nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Wanderung. Im Verkleidungs- und Verwechslungsspiel erlebt der Held Sagenhaftes, Schauerliches, erzählt Spukgeschichten, verdingt sich als Puppenspieler und beginnt – wie könnte es anders sein – allerlei Liebeshändel mit rätselhaften Damen. Am Ende lüftet sich unerwartet sein Geheimnis. Der Roman erscheint in unserer literarischen Reihe «unbegrenzt haltbar» und wird herausgegeben von Erica Ruetz.
Hermann Graf von Pückler Muskau: Acht Frühlings und Sommertage aus dem Leben Mischling's. Eine wahre Geschichte, mit dem Anstrich einer Novelle. 248 Seiten, Halbleinen, Lesebändchen. EUR 28.00/ CHF 32.00. ISBN 978-3-03850-046-9

Bemerkenswert am Verlagsprogramm ist die Mischung aus Wieder- und Neuentdeckungen, sowohl bei den Kunst- wie auch bei den belletristischen Titeln
Susanne Bader im Wetzsteinbrief, Dezember 2017