Herzlich Willkommen bei NIMBUS. Kunst und Bücher

 

Nimbus. Kunst und Bücher ist ein Verlag für Kunst, zeitgenössische Fotografie und Literatur. Wir freuen uns, Ihnen unsere Bücher vorstellen zu dürfen. Hochwertige Fotografie-Bände, Literarisches und Kunstgeschichte prägen unser Verlagsprogramm. Hier finden Sie Informationen zu unseren Autoren, zu unseren Veranstaltungen, der Geschichte des Verlages und natürlich zum Abendstern - dem Schauplatz von Robert Walsers Roman «Der Gehülfe» und somit dem wahrscheinlich poetischsten Verlagssitz der ganzen Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen und sich mit dem NIMBUS-Newsletter über Neuerscheinungen, Lesungen und Ausstellungen informieren lassen.

 

Unsere Neuerscheinungen im Herbst und Winter 2018

Manfred Hammes: Durch den Süden Frankreichs

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Ein Buch für alle, 
die das Reisen lieben und eine Abneigung gegen den Tourismus haben, die den Süden Frankreichs auf unausgetretenen Pfaden erkunden wollen: die Rhône abwärts durch das Languedoc bis zu den Pyrenäen oder durch die Hochprovence bis zur Côte d`Azur. Und für alle, die den geistigen und leiblichen Genüssen in gleicher Weise zugetan sind, so daß sie etwas erfahren wollen über Orte der Geschichte, über Menschen und Bücher, die verehrt, verfolgt oder vergessen wurden, über Restaurants, Cafés, kleine Domainen wo das französische Savoir vivre noch ganz selbstverständlich lebendig ist.
Mit Karten, nützlichen Hinweisen, einem guten Orts- und Personenregister, Lesebändchen und mehr als tausend farbigen Abbildungen. 
Manfred Hammes: Durch den Süden Frankreichs. Literatur, Kunst, Kulinarik. 704 Seiten. Halbleinen, Fadenbindung, Lesebändchen. ISBN 978-3-03850-055-1. CHF 34.00, EUR 29.80

 

 

Emil Pirchan - Ein Universalkünstler des 20. Jahrhundert

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Es ist das sprichwörtliche Märchen vom Fund auf dem Dachboden. Schauplatz: ein Zürcher Einfamilienhaus. Gegenstand: eine größere Anzahl alter Kisten. Inhalt: Der Nachlaß eines Mannes, der ein Universalkünstler war: zuerst Architekt, dann Innenarchitekt und Designer, dann Gebrauchsgraphiker, dann Plakatkünstler, dann Bühnenbildner, daneben natürlich auch Zeichner, Maler, Autor – und zwar nicht als fröhlicher Dilettant, sondern als anerkannter, ja berühmter Vertreter seiner Fächer. Die Rede ist von Emil Pirchan (1884-1957). Die Entdeckung auf dem Dachboden gab Beat Steffan, dem Enkel des Künstlers, nun Anlaß zu einer Expedition in Pirchans kreative Welt. Ein größeres Autorenteam hat es in den letzten Jahren unternommen, das Material zu ordnen, zu erfassen, zu sichten und aufzubereiten. Das Ergebnis ist ein farbenprächtiger Band, der eine ganze Epoche der deutschösterreichisch- tschechischen Kulturgeschichte in ungeahntem Facettenreichtum wieder erlebbar macht. Der Band erscheint in einer deutschen und in einer englischen Ausgabe. Die Publikation wird deswegen auf absehbare Zeit das maßgebende Referenzwerk für den Künstler bilden.
Emil Pirchan: Ein Universalkünster des 20. Jahrhunderts. Pappband, Fadenbindung, 368 Seiten, 428 Illustrationen. ISBN 978-3-03850-042-1, CHF 48.00, EUR 44.00

 

 

C.F. Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois

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Einen besonderen Stellenwert im Werk von C. F. Ramuz nimmt das Libretto für die Oper «Histoire du Soldat» ein, die er mit dem Komponisten Igor Strawinsky schuf und mit den Bühnenbildern seines Malerfreundes René Auberjonois im September 1918 erstmals zur Aufführung brachte. Zehn Jahre nach dieser legendären Inszenierung veröffentlichte Ramuz seine «Souvenirs sur Igor Strawinsky» und nochmals 15 Jahre später eine Monographie über Auberjonois, den dritten Beteiligten. Nun legt NIMBUS Ramuz’ Erinnerungen an Strawinsky und Auberjonois erstmals zusammen in einem Band vor. Die beiden Texte spannen einen Bogen von den frühen Künstlerjahren mit Auberjonoins vor dem ersten Weltkrieg in Paris über die Entstehung der Komposition von Strawinsky 1918 bis zur  Freundschaft in den 1920er und 1930er Jahren in der Schweiz. Die Texte sind mehr als nur Erinnerungen an zwei Freunde, sondern ein «unbegrenzt haltbares» Dokument des Miteinander der verschiedenen Künste und Kulturen in den frühen Jahren jener Epoche, die man heute die «klassische Moderne» nennt. 
Charles Ferdinand Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois. 176 Seiten, Halbleinen, Fadenbindung, Lesebändchen. EUR 22 / CHF 24.50. ISBN 978-3-03850-054-4

 

London 1938 - defending 'degenerate' art. Im Dezember wieder lieferbar!

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Als programmatische Aktion der NS-Kulturpolitik wurde im Juli1937 die Propaganda-Schau «Entartete Kunst» München eröffnet und wanderte danach durch mehrere deutsche Großstädte. Als Antwort auf diesen Feldzug gegen die Moderne verstand sich die Ausstellung «20th Century German Art», die 1938 in London gezeigt wurde und fast 300 Meisterwerke der modernen deutschen Kunst versammelte. Etwa die Hälfte der Exponate stammte von deutschen Emigranten und Künstlern, die von den Nationalsozialisten als «entartet» gebrandmarkt oder als Juden verfolgt wurden. Das Spektrum der Werke reichte von Liebermanns Impressionismus über den Expressionis mus des «Blauen Reiter» bis zu den Bauhaus-Künstlern Paul Klee, Kandinsky und Schlemmer. Als bedeutendstes Kulturmanifest gegen die Politik der Nationalsozialisten ist dieses Ereignis, das 2018 achtzig Jahre zurückliegt, neu zu entdecken. Die Liebermann-Villa in Berlin nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, die Ausstellung zu rekonstruieren - sie ist noch bis zum 14. Januar 2019 zu sehen.
Lucy Wasensteiner, Martin Faass: London 1938. Defending 'degenerate' art. Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler. 264 Seiten, Hardcover. Texte auf Deutsch und Englisch. EUR 28.80, CHF 36.00. 

 

 

Andreas Herzau: AM

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Andreas Herzaus neuer Fotoband hat einen doppelten Gegenstand: eine Frau an der Macht und das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit. Es ist gleichermaßen eine Monographie über eine individuelle Person wie über einen politischen Mechanismus, der die Akteure abzuschleifen und austauschbar zu machen droht. Andreas Herzau begleitet Angela Merkel seit 10 Jahren, zuletzt bei ihrem Wahlkampf 2017. Jede und jeder (er)kennt sie, die Kanzlerin, selbst wenn nur kleine Bildzitate oder Ausschnitte zu sehen sind: Ein Hinterkopf, ein Teil ihrer Silhouette, ein weißer Blazer umringt von schwarzen Sakkos. Herzau macht sich dieses Bilderwissen des Publikums zunutze und bringt dadurch Details und Momente auf überraschende Weise zum Sprechen. Sein Antrieb für die Arbeit war weniger politische Sympathie, als das Interesse, wie man einer Person gerecht werden kann, die durch ein inflationäres Maß an Bildern täglich aufs neue unkenntlich wird. Er zeigt dabei auch das Theater und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, die Abschottung, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringt.
Andreas Herzau: AM. 108 Seiten, Blockbuch, Broschur. EUR 32.00 / CHF 38.00. ISBN 978-3-03850-053-7

 
 
Michael Ruetz: Die absolute Landschaft

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Als das Berliner Museum für Fotografie im Jahr 2014 die Serie «Die absolute Landschaft» von Michael Ruetz zeigte, zog die Ausstellung 160'000 Besucher an. Auf den breiten Panorama-Bildern war immer das gleiche Motiv zu sehen: der Blick auf eine Voralpen-Szenerie mit Wiesen, Bäumen, einigen Bauernhöfen, Straßen und Bergen am Horizont. Ein unspektakuläres Sujet – sollte man meinen. Welch ein Irrtum! Denn die Bilder zeigen großes, elementares Welttheater: alle denkbaren Variationen von Licht, Schatten, Wetter und Jahreszeit. In ihrer formalen Konsequenz wirkt die Bilderreihe wie eine moderne Variation der «36 Ansichten des Berges Fuji» von Hokusai – die Essenz einer Landschaft in der Ungleichheit des Gleichen. Das verborgene und eigentliche Thema der Bilder ist jedoch die Zeit. 
Michael Ruetz: Die absolute Landschaft. The epitomic landscape. 220 Seiten, 48.3 x 32.8 cm, Halbleinen mit eingesetztem Titelbild. EUR 198 / CHF 240. ISBN 978-3-03850-051-3. Die Auflage ist auf 300 signierte und numerierte Exemplare beschränkt. 

 

 

M. Ruetz / A. Köppe: Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge

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Die beiden Autoren des Bandes, Michael Ruetz und Astrid Köppe, haben mehr als tausend lokale, regionale und internationale Archive kontaktiert, um eine konkrete Vorstellung davon zu gewinnen, was m 9. November 1938 in der «Reichskristallnacht», wie die Nazis ihren Terror nannten, geschehen ist: Was der ‹ganz normale› Bürger getan, gebilligt und gesehen hat bzw. gewusst haben muss. Die Recherche förderte eine ungeahnte Fülle an Bildern und Zeitzeugenberichten zutage, die eine weitreichende Komplizenschaft von Tätern und Mitläufern zeigen: hier die Zerstörungswut und triumphierende Häme des entfesselten Mob, dort die feige Neugier der Zuschauer mit den Händen in den Taschen. Die Fotos aus ganz Deutschland dokumentieren, wie leicht auch und gerade in der ‹Provinz›, wo jeder jeden kannte, die Gewaltbereitschaft zu entfesseln war – und wie wenig Mut und Zivilcourage sich dagegen erhob. So markiert der 9. November 1938 den Probelauf und Anfangspunkt des Holocaust – unter aller Augen. 
Michael Ruetz, Astrid Köppe: Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge. 156 Seiten. Halbleinen, Fadenbindung. ISBN 978-3-03850-050-6. EUR 29.80 / CHF 36.00

Bemerkenswert am Verlagsprogramm ist die Mischung aus Wieder- und Neuentdeckungen, sowohl bei den Kunst- wie auch bei den belletristischen Titeln
Susanne Bader im Wetzsteinbrief, Dezember 2017