Willkommen

Herzlich Willkommen bei NIMBUS. Kunst und Bücher

Nimbus. Kunst und Bücher ist ein Verlag für Kunst, zeitgenössische Fotografie und Literatur. Wir freuen uns, Ihnen unsere Bücher vorstellen zu dürfen. Hochwertige Fotografie-Bände, Literarisches und Kunstgeschichte prägen unser Verlagsprogramm. Hier finden Sie Informationen zu unseren Autoren, zu unseren Veranstaltungen, der Geschichte des Verlages und natürlich zum Abendstern - dem Schauplatz von Robert Walsers Roman «Der Gehülfe» und somit dem wahrscheinlich poetischsten Verlagssitz der ganzen Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen und sich mit dem NIMBUS-Newsletter über Neuerscheinungen, Lesungen und Ausstellungen informieren lassen.

 

NOVITÄTEN IM HERBST 2017
Ernst Würtenberger - ein deutscher Maler in der Schweiz. Grossformatiger Text-Bildband

Ernst Würtenberger, 1868 im südbadischen Steißlingen geboren, war von Geburt Deutscher, wuchs jedoch seit seinem achten Lebensjahr im schweizerischen Emmishofen, heute Kreuzlingen, auf und verbrachte zwischen 1902 und 1921 seine künstlerisch wichtigsten Schaffensjahre in Zürich. Hier machte er nicht nur Karriere als Porträtist, sondern auch in der örtlichen Kunstszene: Viele Jahre gehörte er der Sammlungs- und Ausstellungskommission der Zürcher Kunstgesellschaft an, hatte maßgeblichen Anteil an der Durchsetzung der modernen Kunst in der Limmatstadt, beriet namhafte Sammler und unterrichtete sieben Jahre an der Zürcher Kunstgewerbeschule. In über 400 Bildnissen und Genrebildern spürte er der menschlichen Individualität nach. Seine sachliche, ganz auf die Individualität des Modells konzentrierte Porträtkunst hat das öffentliche Bild der von ihm Dargestellten bis heute vielfach geprägt. Der Band erscheint zu den Ausstellungen in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz und im Hesse Museum Gaienhofen. Er stellt die erste Monographie zum Schaffen des Künstlers dar. 
Ausstellung in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz vom 2. Dezember 2017 bis 1. April 2018 und im Hesse Museum Gaienhofen vom 3. Dezember 2017 bis zum 6. Mai 2018

Andreas Herzau: «Helvetica» Fotobuch

Andreas Herzau gehört zu den renommiertesten Fotojournalisten seiner Generation. Seine neuste Arbeit HELVETICA ein fotografischer Essay in 65 Bildern über die heutige Schweiz. Andreas Herzau zeigt ein Land, das für auswärtige Betrachter wie eine Klischeefalle wirkt: touristische Kulisse, Inbegriff von Wohlstand, Ordnung und Perfektion. Doch was ist hier Image, was Projektion? Herzau geht näher heran und schaut genau hin: mit einem Blick für das sprechende Detail, für die verborgene Komik und die offenen Fragen. 
Andreas Herzau: Helvetcia. Mit Gedichten von Nora und Eugen Gomringer.  

Amélie Losier:« SAYEDA. Frauen in Ägypten» Fotografie und Interviews.

Wie in vielen arabischen Umbruchländern ist die Gesellschaft in Ägypten tief gespalten: Hier die revolutionäre Sehnsucht nach westlicher Prägung; dort das Streben nach streng-religiöser Restauration. Dabei gewinnt ein grundlegender Konflikt an Bedeutung: derjenige zwischen den Geschlechtern. Denn solange die Rechte der Frauen mißachtet werden, kann es keinen wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt geben.Vor diesem Hintergrund ist die Fotografin Amélie Losier mehrfach nach Ägypten gereist, um mit der Kamera der Frage nachzugehen: Was bedeutet es heute, eine Frau in Ägypten zu sein? Sie traf die verschiedensten Frauen, portraitierte und interviewte sie. Ihre Fotos und Texte geben einen tiefen, facettenreichen Einblick in eine Welt jenseits der gängigen politischen Nachrichten.
Amélie Losier: Sayeda. Frauen in Ägypten. Women in Egypt. Femmes d'Égypte. 

Gertrud Leutenegger: «Das Klavier auf dem Schillerstein» Poetische Prosa

Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt der Band, und bereits die Titelgeschichte «Das Klavier auf dem Schillerstein» signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Band aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Dazwischen stehen Huldigungen an Dinge, Erlebnisse und Stimmungen, deren scheinbare Alltäglichkeit in Wahrheit Residuen der Poesie sind: kühle Treppenhäuser in der Tessiner Sommerhitze, morgen- und abendliche Pendlerbusfahrten in entlegene Täler. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, durchdrungen von Poesie in jedem Satz. 
Gertrud Leutenegger: Das Klavier auf dem Schillerstein. Prosa. 

Anke Matelowski: «Die Berliner Secession. Chronik, Kontext, Schicksal»

Über die Berliner Secession scheint heute das Wesentliche bekannt zu sein, doch bei näherem Hinsehen liegen noch nicht einmal zum Datum ihrer Gründung und ihrer Auflösung gesicherte Informationen vor. Die große Studie von Anke Matelowski zeigt die Geschichte des Vereins auf eindrucksvolle Art. Mit einer enormen Zahl weitgehend unbekannter Quellen vermag sie die Gründungsgeschichte der Vereinigung ebenso neu zu beleuchten wie die Jahre vom 1. Weltkrieg über die Weimarer Republik bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Die Arbeit stellt ein Grundlagenwerk für die wichtigste Künstlervereinigung der Moderne in Deutschland dar.
Anke Matelowski: Die Berliner Secession: Chronik, Kontext, Schicksal. 

Michel Ruetz. «Gegenwind - Facing the Sixties» Ein spezieller Blick zurück

1968: Viele der Fotos, die das kollektive Bildgedächtnis über diese Zeit ausmachen, stammen von Michael Ruetz: Rudi Dutschke am Mikrofon, die Demonstrationen nach Benno Ohnesorgs Tod, Gudrun Ensslin mit Kinderwagen und Protestplakaten. Es sind Bilder, die jeder kennt. 50 Jahre später hat sich Ruetz die Frage gestellt: Habe ich eigentlich wirklich gesehen, was ich damals fotografierte? Und sind die bekannten Aufnahmen auch die wesentlichen? Nun hat er in seinen Fotografien die Gesichter der Menschen von damals gesucht, um sie in ihrer Individualität zu bewahren. Detailansichten, Blow-ups der von ihm gewählten Ausschnitte lassen die Bilder in einer neuen Lesart erscheinen. Was in den groß gezeigten Gesichtern der Zuschauer, der Mitläufer, der Mitdenker, der Streikenden, Kämpfenden in den 1960er-Jahren geschrieben steht, deutet sich der heutige Betrachter am besten selbst.
Michael Ruetz: Gegenwind. Facing the Sixties. Mit Texten von Michel Ruetz und Christoph Stölzl. 

 

Kerstin Kempker: «Bruderherz» Eine unsentimentale Familiengeschichte

Eine Frau schreckt in der Nacht auf: Vorhofflimmern. Sie kennt das schon, schluckt die Notfallpille. Gedanken an die Kindheit kommen in ihr hoch: an die Eltern, vor allem aber an den Bruder. Seit bald acht Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander ... Doch dies war nur der zufällige Anlaß einer längeren Geschichte. Die Erzählerin sucht nach Vorzeichen und verdeckten Hintergründen; versucht, ihrer gemeinsamen Vergangenheit wieder habhaft zu werden. Denn die längste Beziehung im Leben ist die zu den Geschwistern. So beiläufig das Buch erzählt zu sein scheint, so tiefgründig erforscht es die kleinen Ursachen mit den großen Wirkungen, die – den Betroffenen oft weitgehend verborgen – ganze Lebensläufe bestimmen. 
Kerstin Kempker: Bruderherz. Eine Flimmern

Schlüsselwerke 1: Félix Vallottons «Bain au soir d'été» von Rudolf Koella

Félix Vallottons Gemälde "Le bain au soir d’été" von 1892/93 löste bei seiner ersten Präsentation einen Skandal aus. Die Zuspitzung der Motive empörten: die spezifisch karikierenden Frisuren und Gesichtszüge der einzelnen Frauen und die aller ästhetischer Ideale entbehrenden ausladenden Körperformen. Die Publikationsreihe «Schlüsselwerke. Schweizer Kunst - Kunst in der Schweiz», erschliesst das Schaffen von Schweizer Künstlern der Moderne, indem ein besonders wegweisendes Werk aus ihrem OEuvre eingehend beleuchtet wird. Der vorliegende erste Band widmet sich Félix Vallottons Gemälde "Le bain au soir d‘été" und wird zweisprachig (deutsch/französisch) publiziert. Autor ist Dr. Rudolf Koealla.
Rudolf Koella: Félix Vallotton- Le Bain au soir d'été. Schlüsselwerke 1. 

Tanja Nittka: «Les Chambres» Malerei in rotem Licht

Welche Geschichte erzählen uns Objekte? Was weiss die gusseiserne Stange eines ausladenden Rokkoko-Bettes zu berichten, welche Szenen schirmten die volantbesetzten Vorhänge vor Blicken ab – und was hat der Spiegel an der Wand daneben somit als einziger gesehen? Tanja Nittkas Gemälde der Serie «Les Chambres» erlauben dem Betrachter lediglich, alleine zu sein – in den Räumen, mit den Dingen. « Der Blickwinkel der Künstlerin ist dabei inspiriert von Malern wie Vuillard und den Bildausschnitten des Japonismus. So wird aus den ebso scharfen wie unscharfen Kulissen eines Gewerbes unversehens Kunst.
Tanja Nittka: Les Chambres. Malerei. 

Bemerkenswert am Verlagsprogramm ist die Mischung aus Wieder- und Neuentdeckungen, sowohl bei den Kunst- wie auch bei den belletristischen Titeln
Susanne Bader im Wetzsteinbrief, Dezember 2017