Willkommen

Herzlich Willkommen bei NIMBUS. Kunst und Bücher

Nimbus. Kunst und Bücher ist ein Verlag für Kunst, zeitgenössische Fotografie und Literatur. Wir freuen uns, Ihnen unsere Bücher vorstellen zu dürfen. Hochwertige Fotografie-Bände, Literarisches und Kunstgeschichte prägen unser Verlagsprogramm. Hier finden Sie Informationen zu unseren Autoren, zu unseren Veranstaltungen, der Geschichte des Verlages und natürlich zum Abendstern - dem Schauplatz von Robert Walsers Roman «Der Gehülfe» und somit dem wahrscheinlich poetischsten Verlagssitz der ganzen Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen und sich mit dem NIMBUS-Newsletter über Neuerscheinungen, Lesungen und Ausstellungen informieren lassen.

 

Unsere Neuerscheinungen
M. Ruetz / A. Köppe: Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge

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Die beiden Autoren des Bandes, Michael Ruetz und Astrid Köppe, haben mehr als tausend lokale, regionale und internationale Archive kontaktiert, um eine konkrete Vorstellung davon zu gewinnen, was m 9. November 1938 in der «Reichskristallnacht», wie die Nazis ihren Terror nannten, geschehen ist: Was der ‹ganz normale› Bürger getan, gebilligt und gesehen hat bzw. gewusst haben muss. Die Recherche förderte eine ungeahnte Fülle an Bildern und Zeitzeugenberichten zutage, die eine weitreichende Komplizenschaft von Tätern und Mitläufern zeigen: hier die Zerstörungswut und triumphierende Häme des entfesselten Mob, dort die feige Neugier der Zuschauer mit den Händen in den Taschen. Die Fotos aus ganz Deutschland dokumentieren, wie leicht auch und gerade in der ‹Provinz›, wo jeder jeden kannte, die Gewaltbereitschaft zu entfesseln war – und wie wenig Mut und Zivilcourage sich dagegen erhob. So markiert der 9. November 1938 den Probelauf und Anfangspunkt des Holocaust – unter aller Augen. 
Michael Ruetz, Astrid Köppe: Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge. 156 Seiten. Halbleinen, Fadenbindung. ISBN 978-3-03850-050-6. EUR 29.80 / CHF 36.00

C.F. Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois

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Einen besonderen Stellenwert im Werk von C. F. Ramuz nimmt das Libretto für die Oper «Histoire du Soldat» ein, die er mit dem Komponisten Igor Strawinsky schuf und mit den Bühnenbildern seines Malerfreundes René Auberjonois im September 1918 erstmals zur Aufführung brachte. Zehn Jahre nach dieser legendären Inszenierung veröffentlichte Ramuz seine «Souvenirs sur Igor Strawinsky» und nochmals 15 Jahre später eine Monographie über Auberjonois, den dritten Beteiligten. Anlässlich des 100-Jährigen Jubiläums der Uraufführung von «Historie du Soldat» in Lausanne legt NIMBUS Ramuz’ Erinnerungen an Strawinsky und Auberjonois erstmals zusammen in einem Band vor. Die beiden Texte spannen einen Bogen von den frühen Künstlerjahren mit Auberjonoins vor dem ersten Weltkrieg in Paris über die Entstehung der Komposition von Strawinsky 1918 bis zur  Freundschaft in den 1920er und 1930er Jahren in der Schweiz. Die Texte sind mehr als nur Erinnerungen an zwei Freunde, sondern ein «unbegrenzt haltbares» Dokument des Miteinander der verschiedenen Künste und Kulturen in den frühen Jahren jener Epoche, die man heute die «klassische Moderne» nennt. Ein unbekanntest Fundstück beschließt – wie bei den übrigen Bänden der Reihe – das Buch.
Charles Ferdinand Ramuz: Erinnerungen an Igor Strawinsky und René Auberjonois. 176 Seiten, Halbleinen, Fadenbindung, Lesebändchen. EUR 22 / CHF 24.50. ISBN 978-3-03850-054-4
 

Andreas Herzau: AM

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Andreas Herzaus neuer Fotoband hat einen doppelten Gegenstand: eine Frau an der Macht und das Verhältnis von Politik und Öffentlichkeit. Es ist gleichermaßen eine Monographie über eine individuelle Person wie über einen politischen Mechanismus, der die Akteure abzuschleifen und austauschbar zu machen droht. Andreas Herzau begleitet Angela Merkel seit 10 Jahren, zuletzt bei ihrem Wahlkampf 2017. Jede und jeder (er)kennt sie, die Kanzlerin, selbst wenn nur kleine Bildzitate oder Ausschnitte zu sehen sind: Ein Hinterkopf, ein Teil ihrer Silhouette, ein weißer Blazer umringt von schwarzen Sakkos. Herzau macht sich dieses Bilderwissen des Publikums zunutze und bringt dadurch Details und Momente auf überraschende Weise zum Sprechen. Sein Antrieb für die Arbeit war weniger politische Sympathie, als das Interesse, wie man einer Per son gerecht werden kann, die durch ein inflationäres Maß an Bildern täglich aufs neue unkenntlich wird. Er zeigt dabei auch das Theater und die Realitäten des politischen Betriebs, die Einsamkeit, die Abschottung, den Kampf, die Macht und die Verletzungen, die Politik als Beruf mit sich bringt.
Andreas Herzau: AM. 108 Seiten, Blockbuch, Broschur. EUR 32.00 / CHF 38.00. ISBN 978-3-03850-053-7

 
Michael Ruetz: Die absolute Landschaft

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Als das Berliner Museum für Fotografie im Jahr 2014 die Serie «Die absolute Landschaft» von Michael Ruetz zeigte, zog die Ausstellung 160'000 Besucher an. Auf den breiten Panorama-Bildern war immer das gleiche Motiv zu sehen: der Blick auf eine Voralpen-Szenerie mit Wiesen, Bäumen, einigen Bauernhöfen, Straßen und Bergen am Horizont. Ein unspektakuläres Sujet – sollte man meinen. Welch ein Irrtum! Denn die Bilder zeigen großes, elementares Welttheater: alle denkbaren Variationen von Licht, Schatten, Wetter und Jahreszeit. Man sieht die wundervollsten Frühlingsstimmungen und tristen Winternebel; es gibt großartig in die Höhe gestaffelte Wolkenformationen und das zarte, ruhige Herbstlicht in seiner eigenartigen Transparenz; da sind Gewitterhimmel, von mehreren Dutzend Blitzen durchzuckt, und doppelte Regenbögen, die den Horizont von einem Ende zum anderen überspannen. Selbst eine Mondfinsternis ist dokumentiert. In ihrer formalen Konsequenz wirkt die Bilderreihe wie eine moderne Variation der «36 Ansichten des Berges Fuji» von Hokusai – die Essenz einer Landschaft in der Ungleichheit des Gleichen. Das verborgene und eigentliche Thema der Bilder ist jedoch die Zeit. 

Michael Ruetz: Die absolute Landschaft. The epitomic landscape. 220 Seiten, 48.3 x 32.8 cm, Halbleinen mit eingesetztem Titelbild. EUR 198 / CHF 240. ISBN 978-3-03850-051-3. Die Auflage ist auf 300 signierte und numerierte Exemplare beschränkt. 

Bemerkenswert am Verlagsprogramm ist die Mischung aus Wieder- und Neuentdeckungen, sowohl bei den Kunst- wie auch bei den belletristischen Titeln
Susanne Bader im Wetzsteinbrief, Dezember 2017