Willkommen

Herzlich Willkommen bei NIMBUS. Kunst und Bücher

 

Nimbus. Kunst und Bücher ist ein Verlag für Kunst, zeitgenössische Fotografie und Literatur. Wir freuen uns, Ihnen unsere Bücher vorstellen zu dürfen.
Hochwertige Fotografie-Bände, Literarisches und Kunstgeschichte prägen unser Verlagsprogramm. Hier finden Sie Informationen zu unseren Autoren, zu unseren Veranstaltungen, der Geschichte des Verlages und natürlich zum Abendstern - dem Schauplatz von Robert Walsers Roman «Der Gehülfe» und somit dem wahrscheinlich poetischsten Verlagssitz der ganzen Schweiz. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen und sich mit dem NIMBUS-Newsletter über Neuerscheinungen, Lesungen und Ausstellungen informieren lassen.

Neu im September: HELVETICA von Andreas Herzau.

Andreas Herzau gehört zu den renommiertesten Fotojournalisten seiner Generation. Bekannt wurde er in den 1990er Jahren durch Reportagen aus den afrikanischen Bürgerkriegsländern und zu Flucht und Migration. In seinen grossen monographischen Arbeiten über Deutschland, New York und Moskau erweitert er die Grenzen der klassischen Reportagefotografie und entwickelte er eine unverkennbare eigenen Bildsprache mit überraschenden kontrastierenden Schnitten. 
Seine neuste Arbeit HELVETICA ein fotografischer Essay in 65 Bildern über die heutige Schweiz. Andreas Herzau zeigt ein Land, das für auswärtige Betrachter wie eine Klischeefalle wirkt: touristische Kulisse, Inbegriff von Wohlstand, Ordnung und Perfektion. Doch was ist hier Image, was Projektion? Herzau geht näher heran und schaut genau hin: mit einem Blick für das sprechende Detail, für die verborgene Komik und die offenen Fragen. 

Grossformatiger Bildband mit aufgesetzten Deckeln. 34 x 22.4 cm, 104 Seiten. Mit Gedichten von Nora und Eugen Gomringer. EUR 38 / CHF 42 

Neu im August 2017: Gertrud Leutenegger ‘Das Klavier auf dem Schillerstein‘

Elf Texte aus den Jahren 1989 bis 2016 versammelt der Band, und bereits die Titelgeschichte «Das Klavier auf dem Schillerstein» signalisiert, was alles geschehen kann, wenn die Kräfte der Phantasie zu wirken beginnen. Dies umso mehr, als Gertrud Leutenegger im vorliegenden Band aus kleinen Alltagssituationen heraus die Ahnenreihe ihrer literarischen und künstlerischen Anregungsfiguren erstehen läßt. Dazwischen stehen Huldigungen an Dinge, Erlebnisse und Stimmungen, deren scheinbare Alltäglichkeit in Wahrheit Residuen der Poesie sind: kühle Treppenhäuser in der Tessiner Sommerhitze, morgen- und abendliche Pendlerbusfahrten in entlegene Täler. Am Ende fährt die Erzählerin auf den Furkapass, wo mit lächerlichen weißen Tüchern verzweifelt versucht wird, das Abschmelzen der Gletscher zu verhindern, während zugleich ein innerer Film in ihr abläuft: Wie einst Rimbaud im Winter den Gotthard überquerte – bis unter die Achseln im Schnee versinkend und der weißen Hölle nur mit knapper Not entrinnend. Es ist ein traumwandlerisches Neben- und Ineinander von Erleben und Erinnern, durchdrungen von Poesie in jedem Satz. 
ISBN 978-3-03850-035-5, Breitklappenbroschur, 80 Seiten. EUR 19.80 / CHF 22.80

Neu im August 2017: Kerstin Kempker ‘Bruderherz‘

Eine Frau schreckt in der Nacht auf: Vorhofflimmern. Sie kennt das schon, schluckt die Notfallpille. Gedanken an die Kindheit kommen in ihr hoch: an die Eltern, vor allem aber an den Bruder. Seit bald acht Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander, seit dem Fest in Caputh... Doch dies war nur der zufällige Anlaß einer längeren Geschichte. Die Erzählerin sucht nach Vorzeichen und verdeckten Hintergründen; versucht, ihrer gemeinsamen Vergangenheit wieder habhaft zu werden. Denn die längste Beziehung im Leben ist die zu den Geschwistern. Oder: «Wer Hand in Hand durch die Kindheit ging, gemeinsam auf der Lauer lag und jeden Samstag im selben Wasser badete, der sagt nicht ohne den anderen Ich». So beiläufig das Buch erzählt zu sein scheint, so tiefgründig erforscht es die kleinen Ursachen mit den großen Wirkungen, die – den Betroffenen oft weitgehend verborgen – ganze Lebensläufe bestimmen. Kempkers Bücher können nie auf den Plot hin gelesen werden, sie sind genuin literarisch. Wer sich nicht sentimental betrügen lassen will, ist bei dieser Autorin richtig!
ISBN 978-3-03850-036-0. 120 Seiten, Fadenheftung, Halbleinen. EUR 19.80 / CHF 22.00

Neu im Mai 2017: QUER DURCH - Deutschland von West nach Ost. Fotoband

Eine Wanderung vom westlichsten zum östlichsten Punkt Deutschlands, auf der Suche nach Antworten auf die Frage: «Wie leben die Deutschen?»
Im 25. Jahr der Wiedervereinigung hat sich der renommierte Bildjournalist Dirk Gebhardt  aufgemacht, um mit eigenen Augen und Ohren zu erkunden, wie sich der Alltag in Deutschland konkret abspielt. In elf Etappen wanderte er von Isenbruch im Westen nach Zentendorf im Osten, durchquerte Dörfer, Kleinstädte, Zentren und die weiten Landstriche dazwischen. Seine Devise dabei war, alle ernst zu nehmen, die ihm dabei über den Weg liefen, seien es Mönche im Kloster, Förster, Heimatforscher, Landärzte, Karnevalisten, Ziegenhirten, Dropouts, Bürgermeister, Künstler, Industriemitarbeiterinnen, Flüchtlinge oder Landwirte ... Übernachtet hat er bei ihnen im Gästezimmer, im Wohnwagen oder in der Jagdhütte. Aufmerksam und empathisch beobachtet er das Alltagsleben der Menschen, ihre Hoffnungen, Zweifel und Wünsche und hält die Begegnungen mit seiner Kamera fest.
Entstanden ist so eine «Sozial»-Reportage über die Conditio Humana der Deutschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts in 191 Fotos. Ergänzt werden die Bilder und Texte durch Diagramme, die statistische Daten zu Themen wie demographischer Wandel, Familie, Minderheiten, Religion, Energie, Armut oder Traditionen im Strukturwandel in den verschiedenen Bundesländern grafisch veranschaulichen.
So spontan, wie Dirk Gebhardt mit den Menschen ins Gespräch kam, so intensiv sind zugleich die Texte und Bilder, mit denen er ihre Welt festhielt. «Quer durch» ist ein Fotoband jenseits aller Klischees: Roadmovie, Sozialreportage, Kunstwerk und großes menschliches Dokument in einem. Wer in diesem Jahr der Bundestagswahl etwas über Deutschland und seine Bewohner erfahren möchte, ist hier an der richtigen Stelle. 

Dirk Gebhardt: Quer durch. Deutschland von West nach Ost. 288 Seiten, Fadenbindung, Breitklappenbroschur. CHF 32.00 / EUR 29.80

Neu im Mai 2017: Sprung in den Raum - Skulpturen bei Alfred Flechtheim

Alfred Flechtheim (1878-1937) war ein Pionier, der die moderne Plastik besonders gefördert hat. Um 1910 erwarb er bereits kubistische Skulpturen von Picasso und gehörte zu den Entdeckern von Lehmbruck. Nach der Etablierung seiner Galerien in Düsseldorf (1913) und Berlin (1921) wurde er für junge Bildhauer wie Rudolf Belling, Renée Sintenis, Ernesto de Fiori, Moissey Kogan, Hermann Haller, Arno Breker oder G. H. Wolff zu einer wesentlichen Vermittlerfigur. Ergänzt wurde sein Programm durch spektakuläre Ausstellungen von Degas, Maillol, Laurens, Manolo, Minne, Barlach, Kolbe und anderen. So kann über Alfred Flechtheims Aktivitäten die Geschichte der Plastik auf ihrem Weg in die Moderne auf faszinierende Weise nachgezeichnet werden. Der Herausgeber Ottfried Dascher schließt mit «Sprung in den Raum» an seine erfolgreiche Flechtheim-Biographie an, die 2011 unter dem Titel «Es ist was Wahnsinniges mit der Kunst» bei NIMBUS erschienen ist. Für den vorliegenden Band hat er namhafte Expertinnen und Experten als Autoren gewinnen können. Das Georg Kolbe Museum Berlin widmet Alfred Flechheims Skulpturensammlung eine Ausstellung, die noch bis zum 17. September besichtigt werden kann. Unser Band fungiert dort auch als Ausstellungskatalog. Er umfasst 440 Seiten mit 160 grösstenteils farbigen Abbildungen und ist für CHF 32.00 bzw. EUR 29.80 im Handel oder direkt beim Verlag erhältlich. Mehr Informationen und Bestellung hier.

Kunstsalon Cassirer - der dritte Teil der grossen Dokumentation

NIMBUS legt den dritten Teil der epochalen Dokumenation zur Geschichte des Berliner «Kunstsalon Paul Cassirer» vor. Auf 1.440 Seiten dokumentieren Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt in zwei Bänden die vier glanzvollsten Jahre der Galeriegeschichte. 1370 grösstenteils farbige Abbildungen zeigen auf, welche Strahlkraft der Berliner Kunstsalon entwickelte. Die Jahre 1910-1914 sind die Blütezeit der Klassischen Moderne und gleichzeitig der Vorabend des erstens Weltkriegs - und somit der Anfang der grauenvollen Schicksalsjahre Deutschlands im 20. Jahrhundert. Die glamuröse Berliner Kunstszene war zugleich ein Kampfplatz, auf dem mit unzimperlichen Methoden gegeneinander vorgegangen wurde. Der vorliegende Band dokumentiert die politischen und sozialen Veränderungen - und natürlich die Ausstellungen im Kunstsalon Cassirer, von denen jede heute Museumsrang hätte: Pissarro und Renoir, Hodler und Corinth, Hofer und Beckmann wurden mit jeweils 40 bis 60 Werken gezeigt –gekrönt von einer van Gogh-Ausstellung mit 150 Bildern im Juni 1914, der größten, die es bis heute je gab.
ISBN 978-3-907142-42-4. 1.440 Seiten in 2 Bänden. Leinen, Schutzumschlag, Lesebändchen. Zwei Bände im Schmuckschuber. EUR 136.00 / CHF 148.00

Es handelt sich um das aufwendigste und schönste kunstgeschichtliche Vorhaben im deutschsprachigen Verlagswesen unserer Zeit.
Andreas Platthaus in der FAZ, Dezember 2016, über unsere Dokumentation zum Kunstsalon Cassirer