100. Todestag von Paul Cassirer
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde des Verlags

Vor hundert Jahren, am 7. Januar 1926, ist Paul Cassirer gestorben, doch erst heute dringt langsam ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, wie viel die deutsche und europäische Kunstwelt seinem Wirken verdankt. Cassirer brachte die französischen Impressionisten nach Deutschland, entdeckte Cézanne, van Gogh, Munch und war der erste Promotor der sezessionistischen Kunst um Liebermann, Corinth, Slevogt und Leistikow. Junge Künstler wie Beckmann, Kokoschka, Barlach und zahllose andere debütierten in seiner Galerie an der Viktoriastraße im Berliner Tiergartenviertel und erfuhren durch Cassirers nimmermüden Einsatz öffentliche Anerkennung. Sein Kunstsalon war der Kristallisationspunkt eines weitgreifenden kulturellen Wandels. Was wir heute Moderne nennen, nahm hier seinen Ausgangspunkt.
35 Jahre hatte die Galerie Bestand, ehe sie 1933 schießen musste. In der Emigration wurde fast das gesamte Archiv vernichtet; auch Cassirers Tochter konnte nur weniges retten, als sie in die USA ins Exil ging.
Dokumentation der Ausstellungen
Unser Verlag hat es seit vielen Jahren als seine vornehmste Pflicht angesehen, die außerordentlichen Verdienste von Paul Cassirer wieder sichtbar zu machen und die Geschichte seiner Galerie zu rekonstruieren. Wir sehen uns jetzt darin bestärkt und angespornt durch ein großes Ausstellungsprojekt, das die Alte Nationalgalerie in Berlin aus Anlass des 100. Todestages von Paul Cassirers am 22. Mai 2026 eröffnen wird.
Diese Ausstellung wird Gelegenheit geben, die Dokumentation von Cassirers Ausstellungen zu vollenden, zu der wir bereits sechs umfangreiche Bände vorlegen durften. Geplant sind zwei weitere Schuber mit je zwei Doppelbänden; der erste wird die Zeit des Ersten Weltkrieges und die beiden Jahre nach der Revolution vom November 1918 umfassen; der zweite reicht vom Beginn der 1920er Jahre bis zur nationalsozialistischen Machtübernahme Anfang 1933.
Die Ausstellungen werden wie bisher über ihr Echo in Zeitungen und Zeitschriften rekonstruiert und reichhaltig illustriert werden. Wir hoffen, dadurch der epochalen Bedeutung gerecht zu werden, die Cassirers Kunstsalon für die kulturelle Entwicklung seiner Zeit gehabt hat – mit Wirkungen bis heute.
Vorbestellen zum Subskriptionspreis
Bis zum Erscheinen im Mai 2026 können die Bände hier zum reduzierten Preis von EUR/CHF 136.00 pro Schuber subskribiert werden. Danach gilt ein Preis von je EUR/CHF 148.00
Weiterhin gültig ist der Fortsetzungspreis von je EUR/CHF 115.00 für die Gesamtabnahme aller bisher erschienenen Schuber, während der Einzelpreis EUR/CHF 136.00 beträgt. Auch diese Bände können Sie hier bestellen.
Kunstsalon Cassirer. Die Ausstellungen 1914–1920
Band 7 + 8 im Schmuckschuber, ca. 1100 Seiten, 1000 Abb.
Leinen, Fadenheftung, Leseband, 31.2 x 21 cm
Subskriptionspreis CHF/EUR 136.00
ISBN 978-3-03850-111-4

Kunstsalon Cassirer. Die Ausstellungen 1921–1933
Band 9 + 10 im Schmuckschuber, ca. 1100 Seiten, 1000 Abb.
Leinen, Fadenheftung, Leseband, 31.2 x 21 cm
Subskriptionspreis CHF/EUR 136.00
ISBN 978-3-03850-114-5
Interviews zum Thema
Anlässlich des 100. Todestages von Paul Cassirer wurde unser Verleger und Herausgeber Bernhard Echte gleich zweimal zum Gespräch eingeladen.
Hier können Sie die Interviews hören:
RBB, Radio 3 am Nachmittag
Deutschlandfunk Kultur, Fazit
Pressestimmen zur Publikation
«Kunstsalon Cassirer übertrifft an Geist, Information, Ernst, Amüsement und Umfang alles Übliche – ein editorisches Meisterwerk. Die Erkenntniskreise sind nicht auszuschöpfen: unentbehrlich für alle Kulturinteressierten.»
Annemarie Monteil, Tages-Anzeiger
«Es handelt sich um das aufwendigste und schönste kunstgeschichtliche Vorhaben im deutschsprachigen Verlagswesen unserer Zeit.»
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

