Félix Vallotton: Bad an einem Sommerabend. Le bain au soir d‘été.

Félix Vallotton: Bad an einem Sommerabend. Le bain au soir d‘été.

Angelika Affentranger-Kirchrath (Hrsg.)
88 Seiten


erschienen
Fadengebunden, Halbleinen, Lesebändchen
auf deutsch et en francais

 

ISBN 978-3-03850-026-1

CHF 28.00
EUR 24.80

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Die Publikationsreihe «Schlüsselwerke. Schweizer Kunst - Kunst in der Schweiz», herausgegeben von Dr. Angelika Affentranger-Kirchrath, möchte dem breiten Publikum das Schaffen von Schweizer Künstlern der Moderne erschliessen, indem ein besonders charakteristisches, wegweisendes Werk aus ihrem OEuvre eingehend beleuchtet wird. Der vorliegende erste Band widmet sich Félix Vallottons Gemälde "Le bain au soir d‘été" und wird zweisprachig (deutsch/französisch) publiziert. Autor ist Dr. Rudolf Koealla.
Félix Vallotton überwindet mit seinem Gemälde "Le bain au soir d’été" von 1892/93 (Kunsthaus Zürich) den tonigen Realismus seines Frühwerks und bekennt sich mit ihm zum farbigen Synthetismus der Nabis-Phase. Thematisch schliesst er sich mit der Szene der Badenden an die Tradition an und lässt eine Nähe etwa zu Puvis de Chavannes oder eine motivliche Beeinflussung durch Lucas Cranach erkennen. Gleichzeitig findet er mit diesem Werk auch die Zugehörigkeit zur eigenen Zeit und darüber hinaus zum unverkennbar eigenen Ausdruck. Das grossformatige Bild löste einen Skandal aus. Nicht das Thema selbst, sondern die stilistische Formulierung und Zuspitzung der Motive empörten: die spezifisch karikierenden Frisuren und Gesichtszüge der einzelnen Frauen und die aller ästhetischer Ideale entbehrenden ausladenden Körperformen. In diesen Bildsetzungen glaubte man bewusste Attacken des Künstlers auf die damalige Gesellschaft zu erkennen. Verunsichernd wirkte auch die thematische Rätselhaftigkeit des Werks. Es ist aber genau diese ikonographische Offenheit, die Vallottons Bilderwelt auszeichnet und bis heute spannend hält.