Newsletter 6/2018

Kleiner Fliesstext über die Datenschutzgrundverordnung von Bernd, ohne Abbildung an der Seite
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«Die fremden Götter» in der allgemeinen Lesegesellschaft Basel
 

Albert M. Debrunner, der Autor der vielgelobten Biographie über Hermann Kesten, stellt in der Allgemeinen Lesegesellschaft Basel Hermann Kestens Roman Die fremden Götter vor. In der Reihe «unbegrenzt haltbar», die seit 2016 bei NIMBUS erscheint, legen wir literarische Kostbarkeiten erstmals oder erneut auf. Jeder Band ist mit einem Fundstück versehen, einer zumeist unpublizierten Zugabe, oftmals aus dem Nachlass des Autors: eine Handschrift, ein Brief, ein unveröffentlichter Kommentar.
Albert Debrunner regte die Neuauflage des 1949 erstmals publizierten Romans von Hermann Kesten an, fungiert als sein Herausgeber und hat ihn mit einem umfassenden Nachwort versehen. Zentrales Thema des Romans ist der religiöse Fanatismus. Ein junges Mädchen jüdischer Herkunft gerät ins Spannungsfeld jüdischer, katholischer, atheistischer und buddhistischer Kräfte - und in das Spannungsfeld der Liebe, das die ideologische Ebene überlagert. «Es sind Themen, die die Agenda unseres gegenwärtigen Diskurses bestimmen. Was den Stil von Kesten angeht, wäre man froh, läse man in der deutschen Gegenwartsliteratur öfter so über unsere Welt: trocken, kühl in der Beobachtung und zugleich warm, weil – bei aller Grässlichkeit des Geschilderten – die Ironie das Ganze bei Kesten wie ein Sommerwind umweht.» Philipp Haibach, Die Welt. 
«Aktueller denn je» Manfred Papst, NZZ am Sonntag

Am Dienstag, den 12. Juni 2018 wird Albert M. Debrunner um 19.30 Uhr in der Allgemeinen Lesegesellschaft Basel (Münsterplatz 8) Hermann Kestens «Die fremden Götter» präsentieren. Der Eintritt beträgt 10/15 CHF.


Kerstin Kempker liest in der Lettrétage

 

 

Eine Frau hat eine Gastwohnung in New York bezogen. In der Nacht schreckt sie auf: Vorhofflimmern. Sie kennt das schon, schluckt die Notfallpille. In diesem Moment beginnt die Erzählung. Gedanken an die Kindheit kommen in ihr hoch: an die Eltern, die Geschwister, die Häuser, in denen die Familie gelebt hat. Vor allem aber kreisen ihre Gedanken um den Bruder. Seit bald acht Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander, seit dem Fest in Caputh... Doch dies war nur der zufällige Anlaß einer längeren Geschichte, die an jenem Abend kulminierte, als man den 80. Geburtstag der Mutter feiern wollte. Die Erzählerin sucht nach Vorzeichen und verdeckten Hintergründen; versucht, ihrer gemeinsamen Vergangenheit wieder habhaft zu werden. Denn die längste Beziehung im Leben ist die zu den Geschwistern. Oder: «Wer Hand in Hand durch die Kindheit ging, gemeinsam auf der Lauer lag und jeden Samstag im selben Wasser badete, der sagt nicht ohne den anderen Ich» – dies weiß sie gewiß. Es sind die alten Fragen: «Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?», die den Text antreiben.

Am 18. Juni 2018 liest Kerstin Kempker um 20 Uhr im Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg aus ihrem jüngst erschienenen Roman «Bruderherz». Der Eintritt beträgt 5/ 4 EUR. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.


Hugo Ball: Flucht aus der Zeit. Vom Dadaismus zur katholischen Literatur 

Die Krisis der Moderne fand seit dem Ersten Weltkrieg in vielfachen Zeitdiagnosen ihren Ausdruck. So ging Max Weber ihrem Ursprung in dem Gedanken der «Entzauberung der Welt» nach. Karl Barth stellte mit seiner Auslegung des Römerbriefs die herkömmliche Religiosität in Frage, während Ernst Troeltsch für eine politisch liberale und kulturprotestantische Lösung der Krisis focht. Karl Jaspers analysierte in ‚Strindberg und van Gogh' die kranken Künstler philosophisch als Seismographen der Zeit. Im literarischen Expressionismus setzte die Anthologie «Der jüngste Tag» deutliche Zeichen. Für manche verkörperte die russische Oktoberrevolution eine politisch überzeugende Antwort auf das Versagen der bürgerlichen Welt.
Wie sich Muster der Krisendiagnostik geschichtlich wiederholen, zeigen gerade die 1968er Jahre. Die Studentenbewegung setzte ihre Hoffnungen in die Renaissance des revolutionären Denkens. Gerade in den extremen Gestalten aus Kunst, Literatur und Politik spiegelt sich die grundlegende Frage: Wie kann man in den Krisen der Gegenwart neue Wege einer besseren und freieren Welt entdecken, ohne sich in ästhetischen Idealismen oder gewaltsamen Radikalismus zu verlieren?

Der Vortrag findet statt in der Landesbibliothek Oldenburg (Pferdemarkt 15) und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 /5 Eur. Nähere Informationen hier.


Beiträge zu Amélie Losiers SAYEDA im Fernsehen
 

Amélie Losiers Bildband zu Frauen in Ägypten, SAYEDA, wird in den kommenden Wochen gleich zwei Mal im Fernsehen vorgestellt:
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 13. Juni 2018 um exakt 0.00 Uhr im Bücherjournal auf NDR und
am Sonntag, den 17. Juni 2018 auf arte in der Sendung Metropolis, die um 16.45 Uhr beginnt.