Die Geschichte vom Kutscher Kandl

Die Geschichte vom Kutscher Kandl

Mit einem Nachwort von Norbert Hummelt


104 Seiten


Halbleinen, Fadenheftung, Lesebändchen

ISBN 978-3-03850-067-4

erschienen

CHF 22.00
EUR 19.80

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Als Peter Handke vor einigen Tagen den Literatur-Nobelpreis erhielt, löste dies hie und da kontroverse Reaktionen aus. Unstrittig aber ist, dass Handke 1973 etwas Segensreiches tat, als er mit seinem Essay „Einladung, Hermann Lenz zu lesen“ die Aufmerksamkeit auf einen bis dahin weitgehend übersehenen Autor lenkte, der etwas ganz Außergewöhnliches vermochte: das Träumerische mit einer genauen Kenntnis der Welt zu verbinden.
Es war die Lektüre des Romans „Der Kutscher und der Wappenmaler“ gewesen, die Peter Handke veranlaßt hatte, mit Hermann Lenz brieflich Kontakt aufzunehmen und ihm seine Bewunderung zu bekennen. Der Roman hatte einen Kutscher zur Hauptfigur, der, in Stuttgart lebend, sich immer wieder nach Wien zurückträumt, wo er in seiner Jugend einmal gewesen war. Was man bislang nicht wußte: Hermann Lenz hat seinem Protagonisten den Traum von einem Leben in Wien einmal erfüllt: in einer Erzählung für den Rundfunk, die jedoch ungesendet und ungedruckt blieb, so dass sie erst in seinem Nachlass zutage kam.
In unserer literarischen Reihe „unbegrenzt haltbar“ wird sie nun als 7. Band erstmals vorgelegt – zusammen mit einem Essay von Norbert Hummelt, der zahlreiche überraschende Beziehungen zwischen dem bislang unbekannten Text und dem Leben und Werk von Lenz aufdeckt. Ein Muss für alle Lenzliebhaber und solche, die es werden wollen.