Luce

Luce

Fotografien. Photographs.

Beate Kemfert, Christina Leber , Renate Siebenhaar (Hrsg.)
230 Seiten
117 Illustrationen

ISBN 978-3-03850-011-7

30 x 22.5 cm, fadengebunden, Leinen mit Schutzumschlag

 

Eine Rezension von Stephan Wehowsky im Journal 21

Ein Radio-Beitrag über Pietro Donzelli und die Ausstellung in den Opelvillen Rüsselsheim auf SWR 2.

Ein Radio-Interview mit Mitherausgeberin Dr. Beate Kemfert im Hessischen Rundfunk.

Eine Rezension von Anja Hoenen im Portal Bild Akademie.

CHF 44.00
EUR 39.80

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Pietro Donzelli: Pozzuoli, Trattoria, 1949, ©  Estate Pietro Donzelli, Frankfut a.M., Courtesy DZ BANK Kunstsammlung
Pietro Donzelli: Die Ebene von Licata, 1956 / 1957©  Estate Pietro Donzelli, Frankfut a.M.
Pietro Donzelli: Der Po di Tolle, 1954 ©  Estate Pietro Donzelli, Frankfut a.M., Courtesy DZ BANK Kunstsammlung
Pietro Donzelli: Käseladen in Pozzuoli, 1950-er Jahre. ©  Estate Pietro Donzelli, Frankfut a.M., Courtesy DZ BANK Kunstsammlung

Zum 100. Geburtstag von Pietro Donzelli am 15. April 2015 erscheint bei NIMBUS. Kunst und Bücher die erste Monographie des großen italienischen Fotografen im deutschsprachigen Raum. Das hochwertig ausgestattete Buch enthält neben 117 Fotografien erstmals auch die Lebenserinnerungen von Pietro Donzelli auf Deutsch und Englisch.

In der Zeit, als der „Neorealismo“ die optische Sprache prägte, entwickelte sich Pietro Donzelli zum Hauptvertreter der subjektiven Fotografie in Italien. Sein Augenmerk galt den Momenten, in denen sich das Lebensgefühl der Menschen ausspricht, und den Stimmungen, in denen das Wesen der italienischen Landschaft sichtbar wird. Donzellis Gegenstände sind nie spektakulär, sondern durchwegs alltäglich, doch das Licht, das auf ihnen ruht, ist magisch und macht aus den belanglosesten Szenen poetische Bilder, die ihren intimen Reiz auch bei vielfachem Betrachten nie verlieren. Im Gegenteil: Wer Donzellis Bilder eines glitzernden Stückes Meeresstrandes oder munter flatternder Wäsche betrachtet, wird sich unversehens vom hauch des italienischen Sommer angeweht fühlen. Sein Foto eines kleinen Kiosks im Halbschatten einer neapolitanischen Gasse läßt fast physisch verspüren, was der Süden und seine Lebensart ist. Oder der fahle lastende Himmel über der überschwemmten Po-Ebene – die Melancholie dieser Landstriche könnte kaum intensiver ausgedrückt sein.


Die Bewegung dieser ersten großen Donzelli-Monographie in deutscher und englischer Sprache ist denn auch von der Landschaft geprägt. Die Reise geht von Norden nach Süden. So individuell und facettenreich die Bilder und Gegenden sind, so unverkennbar italienisch sind sie doch alle. Dabei haben sich Donzellis Fotos zugleich eine merkwürdige Zeitlosigkeit bewahrt; aufgenommen zumeist in den 1950er und 1960er Jahren, kann man das in ihnen eingefangene Lebensgefühl noch heute empfinden. Es ist das Licht, das die Zeiten verbindet, aber auch Donzellis Anteilnahme und Liebe für die elementaren Dinge des menschlichen Lebens, die in all seinen Bildern unvergeßlich zum Ausdruck kommt.